Der Astrologe in der Kritik von Wissenschaft und Kirche

Inhaltsverzeichnis:

  1. Astrologie und Wissenschaft
  2. Eine beeindruckende Geschichte gibt dem Astrologen Recht
  3. Wissenschaft unterliegt menschlicher Willkür
  4. Wissenschaft ist beschränkt und relativ
  5. Die Kirche lehnt Zukunftsvorhersagen von Astrologen ab
  6. Der Astrologe ist selbst sein größter Feind
  7. Der Astrologe und seine oft fragwürdigen Praktiken
  8. Überall menschelt es
Astrologe am Rand der Erdscheibe, Künstler Flammarion

Astrologie und Wissenschaft

Astrologie funktioniert. Sie ist keine „gutwillige Glaubensfrage“. Erfolgreiche Astrologen, ihre Klienten und viele historische Persönlichkeiten lassen daran keinen Zweifel.

Ohne der Frage was ist Astrologie je näher nachgegangen zu sein, lehnen sie viele von vorneherein ab. Das liegt vor allem daran, dass sich Astrologie nicht mit physikalischen Wirkungen der Sterne und Planeten erklären lässt. Überrascht? Es gibt keine haltbare wissenschaftlich Erklärung in dieser Richtung. Kein professioneller Astrologe wird sich auf solche Wirkungen berufen.

Das Erklärungsmodell professioneller Astrologen beruht vielmehr auf dem sogenannten Analogie- oder Synchronizitätsdenken. Das Analogiegesetz kommt ganz ohne das Ursache/Wirkungsprinzip der Wissenschaft aus. Vielen betont rational denkenden Zeitgenossen entlockt solch „esoterischer Unsinn“ nur spontane Ablehnung. Ein Astrologe muss entweder ein Scharlatan oder ein abgehobener Spinner sein.

Eine beeindruckende Geschichte gibt dem Astrologen Recht

Allen Rationalisten mag man als Astrologe nahe legen, ihr enges Wissens-Ego mal vorübergehend abzulegen. Ist Wissenschaft nicht offen und vorurteilslos? Astrologie existiert bereits seit einigen tausend Jahren. Niemals würden so viele Menschen über so lange Zeit einer Irrlehre vertrauen. Hochgepriesene neue Erkenntnisse der Wissenschaft hingegen sind manchmal nur wenige Jahre gültig.

Die Geschichte hat immer wieder geistige Größen und zugleich Wissenschaftler(!) hervorgebracht, die entweder selbst Astrologen waren oder zumindest bekennende Astrologie-Anhänger: Johannes Kepler, Philipp Melanchthon, C.G. Jung, Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim), Nikolaus Kopernikus und Hippokrates.

Astrologe und Astronom KopernikusAstrologe ParacelsusBerühmte Astrologen: Philipp Melanchthon

(Quelle der Bilder: Wikipedia, Creative-Commons-Lizenz)
Ganz links sehen Sie Nikolaus Kopernikus, der wie fast alle Astronomen der Geschichte gleichzeitig Astrologe war. Er entwarf als Erster das heliozentrische Weltbild, demgemäß sich die Erde um die Sonne dreht, nicht umgekehrt.
In der Mitte Paracelsus, der als Arzt durch seine legendären Heilerfolge und Bücher weltbekannt wurde. Er reformierte die damalige Medizin mit ganzheitlichen Methoden, die u.a. auf Astromedizin beruhten: „Kein wahrer Arzt ohne Astrologie“.
Rechts Philipp Melanchthon, einer der größten Univeral-Gelehrten, Professor für Physik, Sprachen, Religion, Geschichte, Geographie und praktizierender Astrologe. Er ging in die Geschichte ein als „Praeceptor Germaniae“, Lehrer Deutschlands und verbesserte maßgeblich das Schulsystem in Europa.

Wissenschaft unterliegt menschlicher Willkür

Je nach Finanzierung und Absicht einer wissenschaftlichen Untersuchung können harte wissenschaftliche Fakten durch willkürliche Interpretation butterweich werden. Die bekannte Devise „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ sagt alles. Politik und Wirtschaft machen davon reichlich Gebrauch. Klappt die Verzerrungstaktik nicht, bleiben die Ergebnisse unveröffentlicht. Im Vergleich dazu wirken fachliche Konflikte unter Astrologen geradezu harmlos.

Zur Alternativmedizin gehört z.B. die Akupunktur und die Akupunktur wurde in zig nach allen Regeln der Wissenschaft durchgeführten Untersuchungen (doppelblind ect.) als wirksam befunden. Dennoch zahlen die gesetzlichen Krankenkassen Behandlungen nur in Ausnahmen, weil es „wissenschaftlich nicht erwiesen“ sei.

Private Krankenkassen jedoch bezahlen Akupunktur und jetzt raten Sie mal, warum. Weil es „wissenschaftlich erwiesen“ ist. Tja, so ist das mit harten wissenschaftlichen Fakten in weichen Händen von Menschen, die ihre eigenen Interessen verfolgen.

Wissenschaft ist beschränkt und relativ

Viele ähnliche Beispiele machen klar: Erstens, die Wissenschaft ist nicht in der Lage, alles angemessen zu erklären – inclusive Astrologie und die Arbeit von Astrologen. Und zweitens, wissenschaftliche Objektivität ist eine Illusion. Witzigerweise erkannten das ausgerechnet Wissenschaftler, nämlich Quantenphysiker. Die Wissenschaft widerlegt sich selbst, sehr spannend. Ich spreche von der Unschärferelation von Heisenberg.

Die Unschärferelation nach Heisenberg besagt, dass es keine von den untersuchenden Personen getrennte, wirklich objektive Untersuchung gibt. Die durchführenden Personen beeinflussen das Ergebnis immer und unweigerlich. Diese Erkenntnis ist übrigens ein alter Hut, längstens bekannt. Nun ja, auch die wissenschaftlich bewiesene Entdeckung von Kopernikus, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, hat bis zu ihrer Anerkennung immerhin stolze 150 Jahre gebraucht …

Über die Heisenberg-Unschärferelation hinaus spotten die Elementarteilchen auch ansonsten allen Konzepten von Ursache und Wirkung, Zeit und Raum. Sie machen höchst unlogische und irrationale, sprich „unwissenschaftliche“ Dinge. Ein professioneller Astrologe befindet sich also in bester Gesellschaft der Quantenphysik.

Wie relativ und beschränkt die wissenschaftliche Weltanschauung ist, beweist sie sich übrigens immer wieder selbst. Die so gern zitierten „neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse“ widersprechen nicht selten den vorigen. Informieren Sie sich mal über das Hin und Her der Ernährungsmedizin in der Beurteilung von Fett die letzten 30 Jahre. Sicher vertreten Astrologen verschiedene Meinungen. Ein solch ständiges Verwerfen neuer Erkenntnisse kennen wir aber nicht. Die Grundregeln der Astrologie sind uralt.

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Die Kirche lehnt Zukunftsvorhersagen von Astrologen ab

Die christliche Kirche sieht Astrologie insgesamt kritisch. Sie lehnt vor allem Astrologen ab, die die Zukunft vorhersagen sowie die Rolle der Sterne als Ersatzgötter.

Die Kirche steht der Astrologie skeptisch gegenüber, v.a. wenn Astrologen behaupten, die Zukunft vorhersagen zu können, z.B. als Jahreshoroskop. Es ist nicht nur der klassische Astrologe, der in die Zukunft schaut; die Bedenken richten sich eigentlich gegen jede Form des Orakels. Die Zukunft lasse sich nicht vorhersagen, alleine Gott kenne sie. Außerdem solle sich niemand von Vorhersagen abhängig machen und stattdessen auf Gott vertrauen. Das Geburtshoroskop sei ebenfalls kein akzeptables Medium zur Lebensorientierung und Entscheidungsfindung.

Die psychologische Astrologie lehnt konkrete Ereignisvorhersagen ebenfalls ab, verwendet aber sehr wohl Geburtshoroskope zur Lebensorientierung. Gerade Geburtshoroskope bilden durch ihr großes Potential für Selbsterkenntnis und Entwicklung das Rückgrat vieler Anwendungen. Nur Astrologen, die psychologische Selbsterforschung verantwortungsbewusst fördern (dazu dient das Geburtshoroskop!?), gewinnen die Kirchen etwas Positives ab: Sie ebnen den Weg für religiöse Zuwendung (hört, hört!).

Wie folgende Bilder zeigen, vertrugen sich Kirche und Astrologie zu manchen Zeiten recht gut. Links die astrologisch-astronomische Uhr in der Marienkirche in Rostock. Es gibt noch etliche Kirchen mit solchen Uhren.

Astrologisch-astronomische Uhr in KircheAstrologie und Kirche: Tierkreis mit Christus

(Quelle: Wikipedia, Urheber des linken Bildes Schiwago, des rechten Zde)
Rechts ein antikes Steinmosaik in Maltezana, Griechenland. Im Zentrum des Tierkreises sehen wir Christus, der die Sonne repräsentiert und den die Bibel an einigen Stellen als Sonne bezeichnet. Christus als Urvater aller Astrologen, sozusagen.

Die insgesamt ablehnende Einstellung zur Astrologie verwundert des Weiteren aus folgenden Gründen:

  • Der Stern von Bethlehem führte einst die heiligen drei Könige zum Jesuskind und die drei waren Astrologen.
  • Philipp Melanchton, enger Mitstreiter von Martin Luther, war überzeugter Astrologe.
  • Der Satz aus dem Vater-Unser „Wie im Himmel, so auf Erden“ entspricht perfekt dem astrologischen Analogiegesetz „Wie oben, so unten“.
  • In der Geschichte hielten sich einige Päpste Astrologen als ständige Berater.
  • Die Bibel selbst ist voller Prophezeiungen, z.B. das gesamte letzte Buch des Neuen Testaments, die Offenbarung des Johannes.

Übrigens bekennt sich Benediktinermönch Pater Dr. Gerhard Voss, Leiter des Ökumenischen Instituts in Niederaltaich, zur Astrologie und hat sogar ein Buch mit dem Titel „Astrologie christlich“ verfasst.

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Der Astrologe ist selbst sein größter Feind

Unprofessionelle Astrologen und die oberflächlich-kommerzielle Verwendung von Astrologie schaden ihr mehr als kirchliche und wissenschaftliche Kritik.

Kennen Sie den Spruch, dass der größte Feind immer unerkannt in den eigenen Reihen sitzt? Zu einem guten Stück trifft das auch auf Astrologen zu. Wir leben in einem freien Land und die fehlende Zustimmung bei Wissenschaft und Kirche lässt sich gut verschmerzen. Das größere Problem stellen m.E. all die Vertreter aus den eigenen Reihen dar, die den Gegnern durch ihr schlechtes Beispiel in die Hände spielen.

Der Astrologe und seine oft fragwürdigen Praktiken

Nicht selten verkauft ein Astrologe zwangsläufig minderwertige Computerhoroskope. Sie preisen sie z.B. als persönliches, individuelles Horoskop an. Ein wirklich individuelles Horoskop kann bei der Verwendung von Standard-Textbausteinen aber nicht herauskommen. Die Verkäufer verschweigen, dass das Horoskop nur Produkt eines Programms mit Deutungsmodul ist und legen „individuell“ sehr beschönigend aus.

Einen echten Bärendienst erweist außerdem jeder Astrologe seinem Berufsstand, der keine psychologisch geschickte Astrologie-Beratung leistet. Die Betonung liegt auf „Beratung“. Es geht ganz unabhängig von der Kunst des Deutens um eine psychologisch angemessene und effektive Vermittlung der gewonnenen Erkenntnisse. Eine psychologisch kompetente Astrologie-Beratung sollte z.B. keine überflüssigen Ängste schüren oder rosarote Luftschlösser bauen.

Zukunftsvorhersagen im Sinne hellseherischer Ereignisprognosen schaden dem Ansehen als professioneller Astrologe individuell und kollektiv, weil sie

  • meist nicht eintreffen,
  • auch wenn sie eintreffen dem Ratsuchenden letztlich nicht wirklich helfen,
  • häufig selbsterfüllende Prophezeiungen in Gang setzen.

Last not least die überall anzutreffenden Sternzeichen.

Zwei glückliche Frauen dank Sternzeichen-Astrologen
Astrologische Glücksspender?

Schaden tun sie niemandem. Sie erwecken aber den falschen Eindruck, Astrologie bestünde aus einer oberflächlich-unterhaltsamen Deutung nur des Sternzeichens; ein in Wahrheit sehr kleiner Deutungsfaktor im Horoskop.

Kein auch nur halbwegs seriöser Sterndeuter verlässt sich alleine auf das Sternzeichen. Außerdem sind Sternzeichenhoroskope fast immer frei erfundene Unterhaltungstexte.

Überall menschelt es

Angesichts all dessen kann ich selbst als Astrologe Zweifler und Kritiker durchaus verstehen. Doch es gibt eben auch viele kompetente Astrologen, die effektiv helfen können. Die Astrologie bleibt dennoch ein tolles Instrument. Sie kann sich gegen ihren Missbrauch nicht wehren. Es kommt einzig darauf an, was aus ihr gemacht wird.

Was kann die Bibel dafür, wenn viele Vertreter der Kirche und Gläubige nicht die Liebe darin erkennen und dennoch anderen von Nächstenliebe predigen? Nichts. Was kann Jesus oder Mohammed dafür, wenn andere in ihrem Namen Krieg führen? Nichts. Was kann die Wissenschaft dafür, wenn sich einzelne Wissenschaftler für ihre Expertisen bestechen lassen oder Gefangene Ihres engen Intellektes bleiben? Nichts. In diesem Sinne liegt es auch nicht an der uralten Sterndeutungskunst selbst.

Wer sich ernsthaft und vorurteilsfrei auf Astrologie einlässt – Kritiker aus Kirche und Wissenschaft tun das sehr selten – der wird nicht enttäuscht. Er wird wahrscheinlich erkennen, dass professionelle Astrologen einen durchaus ehrbaren und hilfreichen Beruf ausüben. Das Vorhandensein vieler grauer und schwarzer Schafe ändert daran nichts.

Wie die Bundesagentur für Arbeit den Beruf des Astrologen beschreibt, sehen Sie hier.

(Autor: Martin Dierks)

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Zur Selbstvorstellung von Astrologe Martin Dierks

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